Erfolgreiche Bilanz in 2025: 4400 Zuschauer für die Burgbühne
Der Vorstand der Burgbühne blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück und plant umfangreiche technische Investitionen: (untere Reihe von links) 1. Vorsitzender Thomas Wiegert, Jenny Schneider, Justine Haupt, Vanessa Söllner-Kohler, Tamara Busam, Kulturamtsleiter Mathias Benz, Johanna Graupe, Bernd Riegelsberger; (obere Reihe von links:) Ingo Lachmann, Arthur Hilberer, Ulrike Kliewer-Mayer, Robert Schuler und Michael Hund, auf dem Foto fehlt Willi Wortberg. Foto: Niklas Teufel
„Enormer Spielbetrieb mit drei Neuinszenierungen“ - Umfangreiche technische Anschaffungen stehen bevor
Oberkirch (Gj). Erfreulich und positiv war das Resümee des 1. Vorsitzenden Thomas Wiegert bei der Mitgliederversammlung, was die Aufführungen, die Zusammenarbeit des Vorstandes, das Engagement, aber auch den Austausch mit dem Publikum betrifft. „Vier verschiedene Stücke haben wir 2025 aufgeführt, das hat Seltenheitswert, hat aber auch gezeigt, dass wir damit an unsere Grenzen stoßen“: 2800 Zuschauer brachte das „Gespenst von Canterville“ (Regie: Rob Doornbos), hochgelobt, bestens besucht mit einer fast 90%igen Auslastung, im Herbst war Premiere von „Alle sieben Wellen“ (Regie: J. Graupe/A. Hilberer), Wiederaufnahme im Frühjahr mit einer Auslastung von 70% und das Weihnachtsstück „Rabe Socke“ (Regie: V. Söllner-Kohler und J. ) war schon im Vorfeld gänzlich ausverkauft. „Wir haben damit Neuland betreten, ein Stück von Kindern für Kinder, eine meiner schönsten Erfahrungen im vergangenen Theaterjahr“ resümierte Thomas Wiegert.
Über 8000 Theaterbesucher der Burgbühne und Jungen Bühne frequentierten 2025 die Innen- und Außenbühne des „freche hus“, so dass Kulturamtsleiter Mathias Benz feststellte: „Die Burgbühne ist ein Premiumpartner.“ Während die Innenstücke mit wenig finanziellem Aufwand positiv abschließen, tragen sich die Freilichtstücke mit Sponsoring. „Wohin geht das Geld für die Eintritte?“, werden die Verantwortlichen häufig gefragt: Eine Freilichtinszenierung umfasst entsprechende Vorverkaufsgebühren, Honorare für Profi-Regie, Musik, Rechte, Ausgaben für die Requisiten, Kostüme, Werbung, Gema, Technik – in der Sommersaison 25 waren dies rund 30 000 €.
Gut, dass Ulrike Kliewer-Mayer in ihrem Kassenbericht die Burgbühne auch für die kommende Saison „finanziell gut aufgestellt“ sieht und feststellt, dass „große technische Änderungen möglich sind.“ Kassenprüfer Robert Schuler und Bernd Riegelsberger konnten bestätigen, „dass verantwortungsvoll gewirtschaftet wird“. Der Bericht des Technischen Leiters, Michael Hund, zeigte einmal mehr, mit welchem Aufwand die Technik verbunden ist, was im Hintergrund läuft, dass alle „im richtigen Licht stehen und der richtige Ton zur rechten Zeit kommt“. 2025 wurden neue Lautsprecher, eine Bodennebelmaschine, ein Kamerasystem und eine neue Endstufe angeschafft. Aktuell stehen weitere große Investitionen im Bereich Technik an, „eine Investition von etwa 40 000 € (Wiegert), Unterstützung wird durch die Sparkassenstiftung, die Stadt Oberkirch und durch die Kooperation mit der Jungen Bühne gewährt, so dass „Spielräume für weitere Modernisierung und Investitionen bleiben“.
Das Dreier-PR-Team der Burgbühne berichtete über ihre Aktivitäten: Schriftführerin Justine Haupt ist auch für Social Media zuständig und berichtete, dass die Reichweite bei Instagram permanent zunehme „inzwischen ist bei den Followern die 1000er-Marke geknackt“ (J. Haupt). Neben Johanna Graupe resümierte Ingo Lachmann seinen Part der Öffentlichkeitsarbeit: Werbung wie Print und Banner, Zusammenstellung der Programmhefte, Weihnachtspost für Mitglieder – sein Dank ging an die Stadt für die Abwicklung der Kartenbestellung und vor allem an die Sponsoren. Lachmann ist der unerlässliche „Eventmanager und Netzwerker“ (Wiegert) der Burgbühne, zuständig für Familienwandertag, Theaterfahrten, Abschlussveranstaltungen, für die Homepage und ganz wichtig, für Sponsorengewinnung.
Vanessa Söllner-Kohler wird sich vermehrt um die Jugendarbeit des Vereins kümmern – die Doornbos-Workshops für Kinder waren sehr erfolgreich und werden weitergeführt. Mit dem Vorstand wird sie ein Jugendschutzkonzept und Aktivitäten für Kinder entwickeln und im Winter gemeinsam mit Justine Haupt erneut die Regie in der Wiederaufnahme des Kinderstücks übernehmen. Thomas Wiegerts Dank ging an alle Aktiven, vor allem auch für die Räum- und Aufräumaktionen – in besonderer Weise an Vize-Chef Arthur Hilberer für seine Unterstützung in vielen Bereichen. Vizechef Arthur Hilberer dankte dem „Hauptorganisator“ Thomas Wiegert, der ganz eigene Akzente als Vorstand gesetzt habe.
Mathias Benz, Leiter des Fachbereichs Kultur, überbrachte den Dank des OB und der Stadt. Er stellte fest, dass das Engagement des Vereins noch deutlicher sichtbar geworden sei, seit sich das Kulturamt im „freche hus“ befinde und man Seite an Seite arbeite. Beide Seiten betonten die positive und harmonische Zusammenarbeit. Benz umriss auch die vielen Aktivitäten im Rahmen der diesjährigen Heimattage, an denen sich die Burgbühne mit einer Uraufführung beteiligt.
Die Planungen und Proben für das Freilichtstück „Annas Herzstück“ laufen inzwischen auf Hochtouren. Die Burgbühne hat das Stück anlässlich der Heimattage in Auftrag gegeben, Autor ist Jürgen von Bülow, Regisseur Rob Doornbos. Bereits im September gab es schon ein Treffen der beiden mit den Historikern Irmgard Schwanke und Heinz G. Huber und Vertretern der Vorstandschaft. Es ist das dritte Stück des Autors, das Regisseur Doornbos für die Burgbühne inszeniert: Die Geschichte von Anna, die zwischen Pflicht, Liebe und Brennrecht ihren eigenen Weg finden muss, ist „eine Geschichte über Lebenslust, List und Leidenschaft, mitten im Schwarzwald, mitten aus dem Leben“, wie der Autor sein Stück beschreibt.