"Alle Sieben Wellen" kommt nochmal
„Alle sieben Wellen“ mit Thomas Wiegert und Jenny Schneider überrascht im Februar und März 2026 erneut mit spritzigen, witzigen Dialogen und unerwarteten Wendungen – gewohnt tempo- und pointenreich.
„Zwei Stunden in eine Rolle eintauchen in einer Geschichte mit Humor, Tiefgründigkeit und Leichtigkeit“ von Johanna Graupe
„Alle sieben Wellen“ geht in die zweite Runde, nachdem im Herbst 2025 die Aufführungen ausverkauft waren. Der Vorläufer „Gut gegen Nordwind“ war als Buch, als Film und bei der Burgbühne ein Bestseller und verlangte nach einer Fortsetzung – als eigenständige Aufführung inszeniert. Der eher zufällige e-mail-Kontakt von Leo Leike und Emmi Rothner entwickelt sich zu einem intensiven Gedankenaustausch, der schließlich zu persönlichen Begegnungen führt. Halten sie im persönlichen Austausch den Idealbildern stand?
Wir sprachen mit Thomas Wiegert und Jenny Schneider, die Leo und Emmi auf der Bühne zum Leben erwecken.
Wie war die erste Runde der Aufführungen für Sie?
Thomas Wiegert: Die Aufführungen haben extrem viel Spaß gemacht. Das liegt vor allem auch an dem guten Zusammenspiel mit meiner Spielpartnerin Jenny. Wir verstehen uns auch privat sehr gut und auf der Bühne macht es enorm viel Spaß mit ihr, weil wir beide für zwei Stunden wunderbar in unsere Rollen eintauchen können.
Jenny Schneider: Wie immer war das Theaterspielen mit viel Aufregung, Spaß und Kribbeln im Bauch verbunden. Da der erste Teil schon so gut beim Publikum ankam, hatte ich unglaublich Freude daran, wieder mit Thomas auf der Bühne zu stehen.
Zwei Stunden sind Sie beide textlich enorm gefordert – wie schaffen Sie diese Textmenge?
Thomas Wiegert: Das werde ich oft gefragt, kann es aber nicht wirklich erklären. Das Lernen von Texten gelingt mir schon immer meist recht leicht. Wenn mir der Text dann so wie in diesem Stück gut gefällt, alles aufeinander aufbaut, dann läuft das fast von selbst.
Jenny Schneider: Sicherheit haben mir die ständigen Wiederholungen gegeben. Sei es durch unsere Proben oder bei mir zu Hause in jeder freien Minute.
Was hat Ihnen das Stück gegeben bzw. Sie an dem Stück gereizt?
Thomas Wiegert: Die Rolle hat mich gereizt, seit ich vor einigen Jahren das Buch gelesen habe. Ich fand die Geschichte an sich spannend, versehen mit ausreichend Humor, Tiefgründigkeit und Leichtigkeit und zudem auch einfach die Vorstellung, einfach zwei Stunden auf der Bühne zu stehen und gefordert zu sein.
Jenny Schneider: Zunächst war es ja nur eine Anfrage. Erst war ich unsicher, aber nachdem ich die Bücher gelesen hatte, war ich neugierig und die Begeisterung hat mich zusätzlich angesteckt und mich überzeugt, so eine herausfordernde Rolle spielen zu wollen.
Wie integrieren Sie so eine aufwendige Rolle, die Proben und Auftritte in Ihr Familienleben?
Thomas Wiegert: Ich liebe das Theaterspiel und das weiß meine Familie auch. Sie gibt mir die Freiräume dafür, gleichzeitig mache ich das im Moment sehr mit Bedacht und verzichte z.B. auf ein Mitwirken in den Sommerstücken. Es ist aber tatsächlich eine Herausforderung, allem und allen gerecht zu werden.
Jenny Schneider: Das Theaterspiel ist mein Hobby, aber seit ich Kinder habe, ist es etwas schwieriger geworden, denn jetzt muss ich nicht nur mich organisieren. Zunächst habe ich beschlossen, nur noch ein Stück pro Jahr zu spielen und meine Familie hilft mir oft aus, dass ich dann auch jeder Probe beiwohnen kann. Da bin ich besonders meinem Mann und meiner Mama sehr dankbar.
Termine der Aufführungen in der Regie von Johanna Graupe und Arthur Hilberer: 28.2., 13.3. und 14.3., jeweils um 20.00 Uhr, am 1.3. und 11.3., jeweils um 19.00 Uhr, im „freche hus“.
Kartenvorverkauf: www.ortenaukultur.de, Bürgerbüro der Stadt Oberkirch, 07802/82700, Geschäftsstellen der Mittelbadischen Presse.
Fotos: Johanna Graupe und Niklas Teufel